Pressemitteilung

Fachveranstaltung für Ingenieure, Architekten und die kommunale Verwaltung 7. Fachplanertag Erneuerbare Energien

Wiesbaden, Limburg, 22. November 2017. – Das Thema Regenerative Energien stand beim 7. Fachplanertag Erneuerbare Energien der Ingenieurkammer Hessen (IngKH) im Mittelpunkt.

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Udo F. Meißner, Präsident der Ingenieurkammer Hessen, formulierte in seinem Grußwort das Anliegen der IngKH, neue Impulse für eine zügige und innovative Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien zu geben. In diesem Jahr konnten neben Ingenieuren und Planern auch zahlreiche Studierende sowie Juniormitglieder der IngKH begrüßt werden.

„Wir müssen es schaffen, das Spannungsfeld zwischen Anforderungen an Erneuerbare Energien einerseits und planerische Konzepte von Ingenieuren andererseits in Einklang zu bringen und innovative Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, sagte Meißner. Ziel sei es, neue Impulse zu setzen, die effektiv und nachhaltig realisiert werden könnten.

Auch Regierungsvizepräsident (RP Gießen), Martin Rößler, forderte in seinem Vortrag ein klares Bekenntnis zur Energiewende und stellte dieses unter das Motto: „Wie leben wir heute und wie wollen wir in Zukunft leben?“ Er berichtete aus seiner Arbeit beispielhaft über den intensiven Prozess der Umsetzung des Regionalteilplanes Energie Mittelhessen und mahnte, der umfassenden Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen immer einen besonders hohen Stellenwert einzuräumen.

Dem schloss sich Dr. Karsten McGovern an, Leiter der Landesenergieagentur in Hessen (LEA), der die Arbeit und die Leitsätze der Agentur vorstellte. Vorhandene und neue Initiativen der Landesregierung könnten über die LEA künftig noch besser koordiniert und effektiver umgesetzt werden. Die Förderangebote und -projekte reichten derzeit vom Bürgerforum Energieland Hessen über die Klima-Kommunen, die Hessische Energiesparaktion bis hin zur E-Mobilität. McGovern formulierte als wesentliche Gründe für die Energiewende eine langfristige Versorgungssicherheit, zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sowie geringere Abhängigkeit von Energieträgern aus krisenbelasteten Ländern.

Fachlich ins Detail führte im Anschluss Dipl.-Ing. (FH) Peter Dächert (Expense Redution Analysts GmbH, Baden Soden-Salmünster), der viele hilfreiche Informationen zur Anwendung des Energiecontracting aufzeigte und im intensiven Dialog mit den Gästen Fragestellungen diskutierte.

Dipl.-Ing. Rafael-Andres Haack (Ingenieurbüro Haack, Eschborn) sprach im darauffolgenden Vortrag über das Thema E-Mobilität. „Der Bereich Elektromobilität wächst und mittels Förderprojekten strebt die Bundesregierung an, bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland zu verzeichnen“, sagte Haack. Ihr volles Potential für den Klimaschutz entfalteten elektrisch betriebene Verkehrssysteme jedoch erst bei der Verwendung von Strom aus Erneuerbaren Energiequellen, hier sei noch viel zu tun. Haack informierte außerdem über die Förderprogramme des BMVI sowie über die Förderprogramme der Landes Hessen.

Im Anschluss konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich über die Planung und Auslegung von Energiespundwänden informieren, die Dipl.-Ing. (FH) Sandro Schmidt (IBS Ingenieurbüro Schmidt, Taunusstein) vorstellte. Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und Vorstandsmitglied IngKH referierte über den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Rahmen der CO2-neutralen Landesverwaltung am Beispiel der THM.

Den fachlichen Abschluss bildeten die Vorträge von Prof. Dr.-Ing. Ioan David zum Thema Wasserkraft als Erneuerbare Energiequelle bzw. Energiespeicher sowie die Wärmepumpenauslegung nach VDI 4645 durch Dipl.-Ing. Frank Röder (Stiebel Eltron). Ein Update zu rechtlichen Fragestellungen rundete das Programm ab und wurde von RA Dr. Barbara Schellenberg (Anwaltskanzlei Dr. Schellenberg Baurecht & Wirtschaftsmediation, Limburg) vorgestellt.

Die ganztägige Veranstaltung wurde durch eine fachbezogene Ausstellung im Foyer der Kongresshalle begleitet.

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