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Bundesregierung verabschiedet GEG-Entwurf

Als Teil eines Gesetzes zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude, das der Entbürokratisierung und Vereinfachung dienen soll, hat die Bundesregierung in Berlin heute den vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vorgelegten Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet.

In dieser neuen Regelung sollen die bisher bestehenden Vorschriften zur Gebäudeenergieeffizienz und Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien (EnEG, EnEV sowie EEWärmeG) zusammengeführt, aufeinander abgestimmt und letztlich in Gänze durch das GEG abgelöst werden. Zielsetzung der Novelle ist die Erleichterung von Anwendung und Vollzug sowie die Einführung eines neuen, gleichwertigen Nachweisverfahrens für neue Wohngebäude, durch das Bauherren und Planer künftig erheblich entlastet werden sollen.

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) setzt der Entwurf, der als wichtiger Schritt zur Umsetzung der Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030 betrachtet wird, die europäischen Vorgaben zur Gesamtenergieeffizienz vollständig um. Zusätzlich werde die Regelung des Niedrigstenergiegebäudes in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht eingegliedert, während das aktuelle, bereits sehr anspruchsvolle Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierungen aus Wirtschaftlichkeitsgründen beibehalten und nicht noch weiter verschärft werde.

Parallel dazu plant die Bundesregierung eine Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei energetisch besonders hochwertigen Neubau- und Sanierungsvorhaben. Letztere sollen beispielsweise eine steuerliche Förderung bzw. zusätzlich Investitionszuschüsse über bereits etablierte Programme wie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien oder das Heizungsoptierungsprogramm erhalten. Ebenso soll die schon bestehende Förderung beim Umstieg von Öl- auf klimafreundlichere Heizanlagen durch die Einführung einer Austauschprämie von 40 Prozent flankiert werden.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)